
Vom Moosmann zur Spitzenstadt
„Vom Moosmoa zur Spitzenstadt“ – Vogtland Mitte
Auf dieser Tour starten wir hoch oben in den Wäldern des Vogtlandes, wo noch immer der
„Moosmoa“ wohnt und sich freut, wenn er „Leit“ sieht, die unsere Wälder mit etwa 70
verschiedene Baumarten genießen oder einige der tausenden Tier- und Pflanzenarten auf
und im Waldboden oder auch im Kronendach der Bäume beobachten.
Das gesamte Vogtland hat 11 Talsperren unterschiedlicher Größe und Nutzung, hier es auch
Europas Kleinste! Wir kommen an 2 Talsperren vorbei, an der Pirker Talsperre wird
gerastet, bevor es an der Elster entlang in die Spitzenstadt Plauen geht.
Plauen wird 1122 erstmals urkundlich erwähnt, zuvor vermutet man, haben die Slawen um
800 schon gesiedelt. Im Mittelalter wurde die Stadt ein Handelszentrum, ab dem 18.
Jahrhundert ein bedeutender Standort der sächsischen Stoff- und Textilindustrie, die
Plauener Spitze wurde erfunden, welcher ein weltweiter Exportschalger wurde. Die
Eisenbahnlinien durchzogen Plauen; seit 1885 verband die Straßenbahn die wachsende
Stadt. Um 1920 wurde die Industriestruktur der Stadt stärker durch verarbeitendes erbe im
Maschinenbau geprägt. Den Stadtkern prägen heute 2 Märkte, das Alte Rathaus mit seinem Renaissance-Giebel, die Johanneskirche und das Theatert. Unter der Friedensbrücke, der größten Spannbogenbrücke aus Naturstein der Welt, wird das Plauener Sternquell seit 1857 gebraut. Plauen hat politisch seine dunkle Vergangenheit während der Naziherrschaft, aber auch seine friedvolle. Im Oktober 1989 ging von hier aus die friedliche Revolution, die das heutige Deutschland wieder vereinte.
https://radkulturzentrum.de/wp-content/uploads/2021/03/tt8.pdf